Von der
Anfängen der Partnerschaft
zwischen dem KK Norden und dem Sudan
Ein Rückblick von Pastor Rolf Meyer-Engeler
Der
Sudan bedeckt im östlichen Afrika eine Fläche von 2,5
Quadratkilometern. Laut WIKIPEDIA lebten dort im Jahr 2006 36 – 41
Millionen Menschen.
Die
Kontakte des Kirchenkreises Norden in den Sudan begannen damit, dass
die EEB Ostfriesland / Ostfriesland Informationsmaterial
für die BROT FÜR DIE WELT-Sammlungen zusammentragen wollten. Mit
den Kollekten und Spenden sollte die Arbeit von BROT FÜR DIE WELT
für äthiopische und eritreische Flüchtlinge unterstützt werden.
Viele der Flüchtlinge waren von Äthiopien in den benachbarten Sudan
geflohen und lebten dort unter schwierigsten Bedingungen in
Flüchtlingscamps. 1983/84 brach eine 1o-köpfige Gruppe in den Sudan
auf, um Informationsmaterial für Gemeinden und Schulen zu sammeln
und dann zu Hause zusammenzustellen und pädagogisch-didaktisch
aufzuarbeiten. An der Reise nahm u.a. Grete Schaer, die
Jugenddiakonin des Kirchenkreises Norden teil. Im Sudan stellten die
Mitglieder der Reisegruppe fest, dass sich die Flüchtlingssituation
in den Gebieten dramatisch verändert hatte. Neben den Flüchtlingen
aus Äthiopien und Eritrea fanden sich im Nordsudan, vor allem in und
um die Hauptstadt Khartoum innersudanesische Flüchtlinge, die wegen
des Bürgerkriegs im Südsudan Richtung Norden geflohen waren und
dort Schutz suchten. Die Arbeitsgruppe änderte daher die
Stoßrichtung und wandte sich dem viel größer werdenden Problem der
innersudanesischen Flüchtlinge zu. Das dort sich anbahnende Drama
sollte in Arbeitsmaterialien für die Gemeinde bewusst gemacht und
für Hilfsprojekte geworben werden.
Zu
Ostern 1984 reiste Frau Schaer zusammen mit einer Gruppe Jugendlicher
in den Nordsudan, um erste Kontakte vor Ort zu knüpfen.
1985
fand ein Gegenbesuch von Jugendlichen, vor allem Flüchtlinge aus dem
Südsudan statt. Diese Delegation wurde von Bischof John Malao
(Diözese Rumbek) geleitet.
Frau
Schaer war inzwischen deutlich geworden, dass es vor allem die Frauen
sind, die die Lasten des Bürgerkrieges zu tragen haben. Die Frauen
waren mit ihren Kindern und Eltern in den Norden geflohen und hausten
in Flüchtlingscamps, während die Männer im Süden zusammen mit der
Befreiungsorganisation SPLA/SPLM kämpften zum Teil bereits getötet
worden waren. Aus diesem Grund organisierte Frau Schaer im
Kirchenkreis Norden, dass eine Frauengruppe als nächstes in den
Sudan reiste. Dort hatte sich inzwischen der Sudanesische Kirchenrat
SCC (ein Zusammenschluss aller (!) christlichen Kirchen im Sudan) als
Gesprächs- und Kontaktpartner herausgeschält.
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1986 /
87 begannen die Kontakte zwischen Frauen aus dem Kirchenkreis Norden
und Frauen aus Gemeinden,
die
beim Sudanesischen Kirchenrat (SCC) mitarbeiteten. Ende Dezember 1986
brachen acht Frauen unter der Leitung
von Grete Schaer (Jugenddiakonin im Kirchenkreis) für drei Wochen in
den Nord-Sudan auf.
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Von der
Hauptstadt Khartoum aus besuchten die Frauen verschiedene
Flüchtlingslager, zB in Gedaref, nahe der
Grenze
zu Äthiopien. Dort begegneten sie Flüchtlingen aus Äthiopien und
Eritrea und aus dem Südsudan.
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Im
Flüchtlingslager in Gedaref
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Im
Flüchtlingslager in Gedaref
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Im
Flüchtlingslager in Gedaref
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Rastplatz
auf dem Rückweg nach Khartoum
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Kamelmarkt
bei Khartoum
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Außerhalb
Khartoums
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Flüchtlingslager
bei Khartoum
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Hütten
im Flüchtlingslager
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Rund-Hütten
(=Tukuls) wie die Flüchtlinge sie in ihrer Heimat im Südsudan
bauten,
dort allerdings nicht aus Müllabfällen
und Pappe sondern aus Naturmaterialien
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Hütten
im Flüchtlingslager
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Hütten
im Flüchtlingslager
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Hütten
im Flüchtlingslager
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Hüttenbau
im Flüchtlingslager
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Tischlerei
im Flüchtlingslager
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Töpferei
im Flüchtlingslager
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Wassertransport
im Lager mit Eselskarren. Wasser- und Stromleitungen gibt es nicht.
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Kinder
im Flüchtlingslager
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Kinder
im Flüchtlingslager
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Kinder
im Flüchtlingslager
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Khartoum,
Innenstadt (1986/87)
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Sitz vom
Sudan Council of Churches (Sudanesischer Kirchenrat)
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Sitz vom
Sudan Council of Churches (Sudanesischer Kirchenrat)
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Das
Frauen-Trainingszentrum ist an einem anderen Platz in Khartoum
untergebracht.
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Frauen im Trainingszentrum bei
Handarbeiten. Sie lernen neue Fähigkeiten, die sie dann an die
Frauen in ihren Gemeinden weitergeben können. Durch
den Verkauf der selbst gefertigten Handarbeiten verdienen die Frauen
den Lebensunterhalt für ihre Familie
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Im Sommer 1988 erfolgte ein
Gegenbesuch von 12 beauftragten Frauen des SCC im Kirchenkreis
Norden.
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Elizabeth, Mary, Monika und Florence
(die Leiterin der Delegation) waren auf Norderney zu Gast.
Hier
stehen sie vor dem „Weltladen Regenbogen“
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Besuch am und auf dem Norderneyer
Leuchtturm
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Besuch am und auf dem Norderneyer
Leuchtturm
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Fertig
zur Wattwanderung
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Bereit
zur nächsten Aktivität
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Verantwortliche
Frauen vom SCC-women-departement in Khartoum; Joy Kwaje ist die
Leiterin
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Christine
Jaguru
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Theresa
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Elizabeth
Arek
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Elizabeth
Arek zum Beispiel hat die HELP YOURSELF SOCIETY (HYS) gegründet
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Im African Look-Shop werden die
Handarbeiten verkauft, die die Frauen von HYS gefertigt haben.
Damit
können sie wesentlich zum Lebensunterhalt ihrer Familie beitragen.
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Im
African Look-Shop
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Im
African Look-Shop
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Frauen
der HELP YOURSELF SOCIETY bei der Hand-Arbeit
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Frauen
der HELP YOURSELF SOCIETY bei der Hand-Arbeit
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Seifenstücke
trocknen. Sie wurden bei der HYS von der Frauen gefertigt.
CARE-Canada hat den Auftrag erteilt, kauft die Seifenstücke ab, um sie
dann in den von ihnen betreuten Flüchtlingslagern zu verteilen.
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Wir haben Nudelmaschinen gekauft und
nach Khartoum gebracht. Die Frauen fertigen damit Nudeln und
verkaufen sie an andere Flüchtlinge in der Nachbarschaft.
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Schnitte für Kleidungsstücke werden
aufgezeichnet, dann auf Papier und schließlich auf Stoff übertragen,
danach zugeschnitten und genäht. Im African Look-Shop erfolgt der
Verkauf.
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Auch im women-training-centre des SCC
werden Frauen an Handarbeiten herangeführt.
Hier bei der
tie&dy-Arbeit, dem Fertigen von Batikstoffen
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Viele der Frauen kommen von weit
außerhalb Khartoums zum Trainingszentrum des women-department. Daher
werden für sie während der Trainingskurse Schlafmöglichkeiten
bereit gestellt.
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Und auch die Kinder werden während
der Kurse betreut
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In der Küche des Trainingszentrums
geht es sehr bescheiden zu
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In den Flüchtlingslagern außerhalb
Khartoums sieht es sehr eintönig und grau aus.
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Froh sind die Flüchtlinge, wenn in
der Nähe ihrer Hütte einer von den wenigen Wassertanks im Viertel
steht. Dann müssen sie nicht so weit laufen und Kanister schleppen
oder für mehr Geld das Wasser bei Esels-Tank-Karren kaufen.
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Kirchen gibt es auch in den
Flüchtlingslagern, meist ähnlich ärmlich gebaut wie die vielen
Hütten im Viertel. Hier die Kirche der African Inland Church (AIC)
im Vorort Haj Yussif
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Im Januar 2002 feierte das
women-department sein Silberjubiläum. Grete Schaer, Christel und
Guenter Selbach nahmen daran teil
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Beim Silberjubiläum waren auch Frauen
aus der Anfangszeit der Partnerschaft anwesend, zB Florence, die 1988
den ersten Gegenbesuch geleitet hatte…
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…und Fadyia
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und Monika
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(Karte aus Wikipedia) Erdöl ist Segen
und Fluch zugleich für den Sudan. Segen, weil der Verkauf des Erdöls
Devisen ins Land bringt. Fluch, weil die Haupt-Erdölquellen sich im
Grenzgebiet zwischen Nord- und Südsudan befinden. Der blutige Streit
um den weltweit begehrten Rohstoff dauert an. Auf der Karte ist sehr
deutlich zu sehen und erklärt, welche ausländischen Erdölfirmen an
der Förderung des „schwarzen Goldes“ beteiligt sind – und auch
profitieren.
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Diese Karte vom
„Rift-Valley-Institute“ zeigt die umstrittenen und umkämpften
Gebiete im Grenzgebiet zwischen Nord- und Südsudan.
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Am 09.Januar 2011 stimmten 99,57 % der
Südsudenesen für Selbständigkeit und die Teilung zwischen Nord-
und Südsudan.
Der
neue Name ab 09.Juli 2011 lautet:The Republic of South Sudan mit Juba
als (noch) Hauptstadt. Die Karte zeigt die 10 Bundesstaaten der
Republik Südsudan.
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Ein neuer Schwerpunkt in die Beziehung
zwischen dem Kirchenkreis Norden und dem Sudan kam durch die
Begegnung mit Provost (= Superintendent) Sylvester Thomas Kambaya von
der anglikanischen Kirche. Provost Sylvester ist verantwortlich für
die All Saints Cathedral (ASC), der größten christlichen Kirche in
Khartoum. Mehrere Mitglieder der ASC- Gemeinde sind verantwortlich
für Frauen-Aktivitäten, die vom Norder Kirchenkreis unterstützt
wurden und werden (zB: Esther Khamis, Florence, Joy Kwaje). Der
Kirchenkreis Aurich hat am 12.Mai 2009 feierlich in Aurich einen
Partnerschaftsvertrag mit der All Saints Cathedral unterzeichnet.
Provost Sylvester hat Aurich aber auch Norden und Norderney mehrmals
Besuche abgestattet.
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August 2004 Provost Sylvester auf
Norderney mit Christel Selbach…
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… und Guenter Selbach
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2008 haben Christel und Guenter
Selbach 3 Monate lang im Sudan gelebt und in der All Saints Cathedral
und Nachbargemeinden mitgearbeitet. Hier ein Photo der All Saints
Cathedral
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zB hat Christel Selbach (als gelernte
Krankenschwester) „Unterricht“ in Basis-Hygiene gegeben. Hier zB
in der Partnergemeinde im Flüchtlingslager Haj Yussif
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Haj Yussif
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Während des Aufenthaltes kam auch
Pastor Rolf Meyer-Engeler nach Khartoum. Gemeinsam haben wir die
verschiedenen Projekte besucht, die vom Kirchenkreis Norden
unterstützt wurden und werden. Das Photo zeigt die
verantwortlichen Frauen von „Salt and Light“: Elizabeth Abu Zeid,
Ester Khamis, Siham und Aziza.
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Auf Anregung und Bitte von Provost
Sylvester fahren Selbachs zusammen mit ihm in den Südsudan.
Sylvester wollte gerne seine Heimat, das Moroland und hier sein Dorf
Kadeba zeigen. Der Flug ging von Khartoum nach Juba, der Hauptstadt
des Südens. Auf dem Nil kamen fast täglich große Schiffe aus dem
Norden an, die schwer beladen mit Flüchtlingen und ihren
Habseligkeiten waren. Alle wollen zurück in den Süden.
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Der Weg von Juba nach Kadeba ist ca
180 km lang in nordwestlicher Richtung.
Für die Strecke auf
schlechter Piste benötigte man 6 Stunden.
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Überall waren Reste des Krieges zu
sehen. Hier ein zerstörter Panzer.
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Hier war eine Brücke über einen
Fluss, der bei Hochwasser nicht passierbar ist. Viele Frauen, auf dem
Weg nach Kadeba zu medizinischer Hilfe für die Geburt sind hier
verblutet, weil sie den Fluss nicht queren konnten.
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Blick ins Dorf Kadeba
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Die Verantwortlichen des Dorfes
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Gibson, der für die medizinische
Versorgung im Dorf Verantwortliche
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Pastor George und seine Frau
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Wilison, der commisioner (
vergleichbar mit unserem Landrat)
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Auf die Frage, was denn im Dorf am
dringlichsten benötigt werde, antworteten alle Männer einmütig:
ein Geburtshaus. Selbachs haben zugesagt, für die Finanzierung zu
sorgen. Und so wurde bald mit dem Bau begonnen: Steine für das
Fundament zerkleinern und festigen.
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Lehmziegel formen und brennen.
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Inzwischen ist das Gebäude erstellt.
Der Kirchenkreis Norden hat bei der Finanzierung mitgeholfen. Im
November soll es im Beisein von Ehepaar Selbach seiner Bestimmung
übergeben werden. Und gleichzeitig soll der Grundstein für das
nächste Projekt gelegt werden:
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der Bau einer weiterführenden Schule,
in der junge Menschen in Handwerksberufen ausgebildet werden, um ihre
Fähigkeiten dann im Land umzusetzen. Der Bauplatz für die neue
schule ist schon festgelegt und die ersten Ziegel sind auch bereits
gebrannt.
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Alles, was in Kadeba und im Moroland
geschieht
wird von einer ganz lebendigen Gemeinde geprägt und
getragen.
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